Luckmann, Joseph d. Ä. (1840-1906), Unternehmer und Bankier

Luckmann Joseph sen., Unternehmer und Bankier. * Laibach, 7. 2. 1840; † ebenda, 10. 3. 1906. Sohn des Kaufmanns Lambert Carl L. (s. d.), Bruder des Folgenden; besuchte die Mahrsche Handelsschule in Laibach, war 1856–60 Praktikant bei J. H. Stametz in Wien und trat 1861 in die Fa. des Vaters ein, 1864 wurde er Prokurist, ab 1876 schon selbständiger Leiter. 1869 wurde er Verwaltungsrat, dann Präs. und Vizepräs. der Krain. Industrie-Ges., ab 1870 Zensor der Österr.-Ung. Bank, nach dem Tod des Vaters Präs. der Laibacher AG für Gasbeleuchtung, 1874 Verwaltungsrat und später Liquidator der Krain. Escomptebank. L. war 1879–83 Gemeinderat der Stadt Laibach und machte sich u. a. um die Verschönerung der Stadt und 1886 um die Gründung eines Ver. für den Bau von Arbeiterwohnhäusern verdient. 1872–85 Verwaltungsrat, 1886–88 Kurator, 1889–1906 Präs. der Krain. Sparkasse. Sein Sohn Joseph L. jun. (* Laibach, 18. 12. 1872) wurde 1898 öff. Teilhaber der Lambert Carl L. KG, welche er nach dem Tode seines Vaters kurze Zeit leitete. Er übergab die hochaktive Fa. an die 1907 in Laibach gegründete Filiale der österr. Kreditanstalt für Handel und Gewerbe und wurde Dir. Er brachte das Unternehmen zu großer Blüte und baute 1912 ein neues, modernes Bankhaus in der heutigen Čopova ulica. Nach 1918, als die Bank unter dem Namen Kreditni zavod za trgovino in industrijo (Kreditanstalt für Handel und Industrie) verstaatlicht wurde, wirkte L. als Verwaltungsrat, ab 1929 als Präs.

L.: N. Fr. Pr. vom 18. 4. 1906; Mitt. des Musealver. für Krain 19, 1906, S. 80; Trgovski tovariš, 1937, S. 33 ff.; SBL 1; Denkschrift über die Wirksamkeit der Krain. Sparkasse . . . 1870–95, 1895.
(Prašelj)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 24, 1971), S. 343f.
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