Lüssner, Moritz (1813-1891), Archäologe und Verwaltungsbeamter

Lüssner Moritz, Verwaltungsbeamter und Archäologe. * Braunau (Broumov, Böhmen), 1813; † Prag, 3. 11. 1891. Stud. an der Univ. Prag Jus und Phil. 1839 trat er als Auskultant beim Magistrat in Chrudim ein, 1850 wurde er erster Koär. der Bezirkshauptmannschaft in Königgrätz und 1854 Bezirkshptm. in Chrudim. Lebhaftes Interesse für Naturwiss., aber auch für Geschichte und besonders für Archäol. wußte er mit seiner amtlichen Tätigkeit als langjähriges Mitgl. des Archäolog. Kollegiums des böhm. Nationalmus. und als Konservator der Zentralkomm. für Kunst- und. hist. Denkmale erfolgreich zu verbinden. Neben der Mitarbeit an F. A. Hebers Werk, Böhmens Burgen, Vesten und Bergschlösser, veröff. er einige Beitrr. in Památky archeologické. L. hatte regen Anteil an der Erhaltung und Restauration der hist. Denkmäler im Chrudimer Bez.

W.: Popelnice u Hýskova nalezené (Die bei Hyskow gefundenen Aschenurnen), in: Památky archeologické 10, 1874–77; Zprávy o starobylých památkách ve správnim okresu hořovickém (Berr. über die altertümlichen Denkmäler im polit. Bez. Hořowitz), ebenda 11, 1878–81; Mrtníky u Komárova (Mrtnik b. Komarow), ebenda 13, 1885/86; etc.
L.: Památky archeologické 15, 1890/91; Časopis Českého musea 65, 1891; Wurzbach; Otto 16; Rieger 4.
(Vilímková)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 24, 1971), S. 353
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