Luggin, Josef (1834-1911), Politiker und Advokat

Luggin Josef, Advokat und Politiker. * Eppan b. Bozen (Südtirol), 9. 11. 1834; † Klagenfurt, 11. 11. 1911. Vater des Vorigen; nach dem Stud. der Rechtswiss. an den Univ. Innsbruck, München und Wien 1858–66 Advokaturs-Konzipient in Klagenfurt, 1866–68 Advokat in Villach, dann bis 1908 in Klagenfurt. Hier erwarb er sich im beruflichen, polit., wirtschaftlichen und kulturellen Leben große Verdienste und hohes Ansehen: 1884–92 Vizepräs., 1892–1908 Präs. der Kärntner Advokatenkammer und 1895–1910 Präs. ihres Disziplinarrates. 1861 Mitgl. des Gemeinderates von Klagenfurt; ab 1866 Landtagsabg. für die Stadt Villach, ab 1872 für die Stadt Völkermarkt, 1890–1903 für den Großgrundbesitz; ab 1870 Mitgl. des Ver. der Dt.-Nationalen, später des 1890 aufgelösten „Deutschen Vereines“; Gründer und Obmann der Ortsgruppe des Dt. Schulver., 1900–03 Vizepräs., dann Präs, der Kärntner. Sparkasse; Vizepräs, des Verwaltungsrates der Österr.-Alpinen Montanges. Mitgründer und Ehrenmitgl.des Musikver. für Kärnten. L., während der liberalen Ära der allg. anerkannte Führer der Dt. Freiheitlichen in Kärnten, war Ehrenbürger von Villach, Wolfsberg und Viktring.

L.: Tagespost (Graz) vom 6. 12. 1899; Klagenfurter Ztg. vom 12., 14. und 15. 11. 1911; Kärntner Tagbl., 1911, n. 260; Freie Stimmen, 1911, n. 133; Jurist. Bll., Jg. 40, 1911, S. 559.
(Moro)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 24, 1971), S. 357f.
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