Lutterotti zu Gazzolis und Langenthal, Otto von (1866-1922), Jurist

Lutterotti zu Gazzolis und Langenthal Otto von, Jurist. * Innsbruck, 18. 11. 1866; † Innsbruck, 21. 8. 1922. Enkel des Verwaltungsjuristen Franz v. L. (s. d.); nach Absolv. der rechtswiss. Stud. in Innsbruck trat er 1889 in den Tiroler Justizdienst, wurde nach bestandener Richteramtsprüfung und Verwendung als Auskultant in Innsbruck und Rovereto 1897 zum Gerichtsadjunkten in Kufstein ernannt und 1898 ins Justizmin. in Wien berufen. 1909 Min.Rat. Ab 1907 leitete er die Abt. für internationales Recht im Min. und leistete grundlegende Vorarbeiten für eine Kodifizierung des internationalen Privatrechtes. Am 27. 6. 1911 wurde er zum Präs. des Landesgerichtes Innsbruck und am 12. 10. 1917 zum Präs. des Oberlandesgerichtes für Tirol und Vorarlberg ernannt. Eine Betrauung mit dem Justizressort im Kabinett des Bundeskanzlers Dr. M. Mayr lehnte er zu dessen Bedauern im Herbst 1920 ab. Obmann des Jugendfürsorgever. für Tirol.

L.: Innsbrucker Nachrichten vom 23. 8. 1922; Tiroler Anzeiger vom 23. und 24. 8. 1922; F. Matscher, Die Geschichte des österr. internationalen Privatrechts seit der Kodifikation des ABGB, in: Jurist. Bll., Jg. 83, 1961, S. 61; L.sches Familienarchiv, im Besitz von O. Lutterotti, Igls b. Innsbruck.
(Gschließer)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 24, 1971), S. 378f.
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