Mach, Franz (1872-1938), Journalist

Mach Franz, Journalist. * Wr. Neustadt (N.Ö.), 20. 6. 1872; † Wien, 27. 9. 1938. Sohn eines Werkmeisters; absolv. die Theres.Milit.Akad. in Wr. Neustadt; 1894 Lt., 1898 Oblt., diente hauptsächlich in Lemberg beim IR.80 und 1898/99 als Lehrer an der Inf.Kadettenschule in Prag. Nach Beurlaubung (1900) 1901 in die Reserve übersetzt, wandte sich M. der journalist. Laufbahn zu. Nach kürzerem Aufenthalt in Sarajewo („Bosnische Post“) war er viele Jahre in der Red. des „Fremdenblatts“ (Wien) als Leiter der Nachrichtenabt. und als Militärreferent tätig. Im Zuge der Mobilisierung 1914 wurde er als Kriegsberichterstatter für das „Fremdenblatt“ und die anderen Bll. der „Elbemühl“ dem Kriegspressequartier zugeteilt und verfaßte vor allem regelmäßig fachwiss. Berr. für das „Fremdenblatt“. Im März 1917 wurde M. zum aktiven Dienst eingezogen (Mai 1917 Hptm.), jedoch schon im Mai wieder suspendiert. Nach dem Krieg Schriftleiter des „Neuen Wiener Tagblatts“, versuchte er sich neben gelegentlichen Feuilletons schließlich sogar auf dem Gebiet des Fortsetzungsromans (Flammengöttin. Der Lebensroman einer Tänzerin, 1928), ohne jedoch über ein Klischee hinauszukommen. 1936/37 Chefred. der „Volks-Zeitung“. In den letzten Jahren auch Obmann des Hilfsver. der Wr. Presse.

L.: Volks-Ztg. vom 29., N. Fr. Pr. und Wr. Ztg. vom 30. 9. 1938; Kosel; I. Hartl, Das Fremdenbl. Ein Beitr. zur österr. Pressegeschichte, phil. Diss. Wien, 1949, S. 18; I. Donner, Das Feuilleton des „Neuen Wiener Tagblatts“ zwischen den beiden Weltkriegen, phil. Diss., Wien, 1951, S. 116; D. Pokorny, Die Wr. Tagespresse und ihre Einflußfaktoren im Ersten Weltkrieg 1914–18, phil. Diss. Wien, 1950, s. Reg.; K. Paupié, Hdb. der österr. Pressegeschichte 1848–1959, Bd. 1, 1960, S. 153, Bd. 2, 1966, S. 170; K. A. Wien.
(Lebensaft)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 25, 1972), S. 389f.
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