Macun, Ivan; Ps. Jozipić, S...r (1821-1883), Schulmann und Literarhistoriker

Macun Ivan, Ps. Jozipić, S. . .r, Schulmann und Literarhistoriker. * Ternovetz (Trnovci, Unterstmk.), 23. 1. 1821; † Graz, 27. 10. 1883. Ab 1845 als Supplent am Gymn. in Cilli, 1846 in Triest, nach der Staatsprüfung (aus klass. Philol.) 1848 als Gymnasiallehrer in Triest, 1850 in Agram, 1860 in Laibach, ab 1870 am I. Staatsgymn. in Graz tätig. Mit S. Vraz befreundet und von der Idee des Illyrismus begeistert, wollte M. mit der Auswahl aus der jugoslaw. Dichtung „Cvetje slovenskiga pesničtva“ (Blüten der slaw. Poesie) 1850 zu besseren Kontakten unter den Südslawen, die die sprachliche Vereinigung als Endziel hatten, beitragen. Dieser Anthol., welche nach ihrem Erscheinen u.a. von Metelko der sprachlichen Unausgeglichenheit wegen abgelehnt wurde, fügte M. eine erste „Kratko krasoslovje u pjesničtvu“ (Kurze Einleitung in die Poesie) 1852, bei. Ab 1872 war M., der auch ethnograph. Material sammelte, amtlicher Übersetzer der steiermärk. Landesgesetze und des Amtsbl.

W.: Die slowen. Volksschulen in Unterstmk., in: Jbb. für slaw. Literatur, Kunst und Wiss. 8, Jg. 1, 1843; Die Slawen in Krain und den benachbarten Provinzen, ebenda, 1844; Slovnica jezika gerčkoga (Grammatik der griech. Sprache), nach R. Kühner, 1853; Kratka slovnica jezika nemačkoga (Kurze Grammatik der dt. Sprache), 1854; Književna zgodovina slovenskega Štajerja (Geschichte der slowen. Literatur in der Stmk.), 1883; Abhh. in Z. für die österr. Gymn., Jadranski Slavjan, Neven, Novice, Slavjanski rodoljub, Zora dalmatinska, etc. Smlg. von Volksliedern, Handschriftensmlg., Nationalbibl. Laibach.
L.: SBL 2; Wurzbach; Nar. Enc. 2; Enc. Jug. 5; Masaryk 4; Otta 16.
(Prašelj)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 25, 1972), S. 396
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