Mahlknecht, Edmund (1820-1903), Maler

Mahlknecht Edmund, Maler. * Wien, 12. 11. 1820; † Wien, 26. 2. 1903. Bruder des Stechers Karl M. (s. d.); vom Maler J. Hasslwander (s. d.) entdeckt und zuerst von seinem Bruder unterrichtet, besuchte er ab 1836 die Akad. der bildenden Künste in Wien unter Mössmer und Steinfeld, ab 1839 stud. er bei Hansch (s. d.) Landschaftsmalerei. M. verlegte sich bald auf Tier- und Landschaftsbilder, meist kleineren Formats, in der Art von F. Gauermann (s. d.) und stellte viel aus (Österr. Kunstver., Künstlerhaus als Gast, Wr. Künstler-Club); seine Gemälde sind sehr verbreitet. Bei der Weltausst. in Sidney (Australien) 1879 erhielt er ein Ehrendiplom. M. war auch Zeichenlehrer im Haus Sachsen-Coburg-Gotha. Einige Zeichnungen befinden sich in der ehemaligen Smlg. Perger (Baden).

W.: Tierstück, Jagdschloß Neuberg, Stmk.; Salzburger Landschaft, Landesbildergalerie, Graz; Fundort der ung. Kroninsignien bei Alt-Orsova; Heuernte in den Voralpen, Weidende Kühe, Hallstättersee, alle Öl, alle Hist. Mus. der Stadt Wien.
L.: Wr. Ztg. vom 27. 2. 1903; Bénézit 5; Thieme–Becker; Kosel; Wurzbach; A. Martinez, Wr. Ateliers, Bd. 2, 1893, S. 35; F. v. Boetticher, Malerwerke des 19. Jh., Bd. 1/2, 1895.
(Schöny)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 25, 1972), S. 412f.
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