Mahorcig, Josef (1843-1923), Maler

Mahorcig Josef, Maler. * Triest, 11. 2. 1843; † Graz, 9. 10. 1923. Erhielt den ersten Unterricht im Zeichnen und Aquarellieren schon als Schüler von seinem Stiefvater, dem Miniaturmaler Joh. Coppel. Er stud. dann 2 Jahre an der Akad. in Venedig, 1866 zwangen ihn jedoch die polit. Unruhen, Venedig zu verlassen, er nahm am Feldzug teil und setzte dann sein Stud. in Wien bei A. Zimmermann an der Akad. von St. Anna fort. Ende der 60er Jahre arbeitete er, vornehmlich als Restaurator, im Auftrag von Erzh. Ferdinand Maximilian (s. d.). M.s bevorzugte Sujets in dieser Zeit waren Landschaften mit Gewässern. Studienreisen führten ihn nach Italien, Südtirol, Krain, Dalmatien, Ungarn und Schlesien. 1879 übersiedelte er nach Graz, wo er vor allem Gebirgslandschaften malte. M. war Mitbegründer der Genossenschaft bildender Künstler Stmk.

W.: Stammbaum der Habsburger, gem. mit E. Heinrich, Krönungssaal des Schlosses Miramare; Landschaft am Starnberger See, Landschaft am Toblinosee, Segelboote in der Adria, alle Öl auf Leinwand, alle Neue Galerie am Joanneum, Graz.
L.: Tagespost (Graz) vom 31. 12. 1891, 5. 1. und 21. 2. 1898, 10. 1., 12. 1. und 1. 2. 1900 und 20. 10. 1909; Wastler; Bénézit 5; Thieme–Becker; Kosch, Das kath. Deutschland; W. Suida, Die Landesbildergalerie in Graz, 1923, S. 223; Steir. Jubiläums-Kunstschau, Graz, 1928.
(Gsodam)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 25, 1972), S. 414
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