Mayer von Wallerstain und Ahrdorff, Maximilian Frh.; Ps. Max Mayer-Ahrdorff (1845-1928), Dichter

Mayer von Wallerstain und Ahrdorff Maximilian Frh., Ps. Max Mayer-Ahrdorff, Dichter. * Kremsier (Kroměřiž, Mähren), 1845; † Olmütz (Olomouc, Mähren), 8. 7. 1928. Sohn des Bibliothekars und Archivars Eduard M. v. A. (s. d.); stud. kath. Theol. in Olmütz, 1868 Priesterweihe, 1899 Domherr und 1913 Archidiakon von Olmütz, 1916 Frh. M. blieb Südmähren zeitlebens verbunden und entnahm die Stoffe zu fast allen seinen Schriften der Geschichte seiner Heimat. Seinen Glauben an die Übermacht des Guten über das Böse stellte er wirkungsvoll in der Überlegenheit der phys. schwächeren, jedoch ursprungsnahen Menschen, besonders der Seelenkräfte der Frau, dar. M.s Bühnenstücke zeigen seine eth. und religiöse Überzeugung, entbehren jedoch der dramat. Wirksamkeit.

W.: Die Papstwahl Innozenz XIII., 1874; Ritter v. Sancta Cordula, 1928; Lieder (Hymne „Südmähren“); etc. Dramen: Judith, eine dt. Frau auf dem Przemislidenthron, 1921; Sebastian Freytag v. Zepiroh, Abt v. Klosterbruck, 1922; Ewald Barth, der Dorfschmied, 1923; K. Sigmunds Tod auf der Burg Znaim, 1923; Hinz, der Teufel v. der Khaya-Burg, 1923; Elisabeth v. Thüringen, 1925; Dietholm Florian, 1926; Uffo aus den sieben Höfen, o. J.
L.: Giebisch–Gugitz; Giebisch–Pichler–Vancsa; Nagl–Zeidler–Castle, Bd. 4, S. 1522.
(V. Hanus)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 26, 1973), S. 8
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