Mayr, Franz Xaver Frh. von (1756-1838), Tuchhändler und Mäzen

Mayr Franz Xaver Frh. von, Tuchhändler und Mäzen. * Wien, 29. 9. 1756; † Wien, 11. 5. 1838. Brachte die vom Vater Michael Augustin M. übernommene Tuchhandlung in Wien zu großem Ansehen. Seine Aktivität bei der reibungslosen Weiterführung des Geschäftes während der napoleon. Kriege war beispielhaft. Als eifriger Förderer patriot. Bestrebungen warb er 1794–1800 für das Korps der freiwilligen niederösterr. Scharfschützen und wendete beträchtliche Summen für die Equipierung Freiwilliger sowie zur Gründung von Stiftungen für Militär- und Zivilspitäler, Invaliden-, Siechen- und Waisenhäuser auf. 1798 erwarb M. um 67.000 fl vom Bürgerspital Ortsobrigkeit und Grundherrschaft Penzing, in den Jahren bis 1820 größere Besitzkomplexe im Gebiet des heutigen 15. Wr. Gemeindebez. (Rustendorf, Reindorf). Sämtliche Liegenschaften wurden von seinem Sohn Johann Frh. v. M. 1846 um 337.500 fl an das Wr. Schottenstift veräußert. Durch eine Stiftung zur Erhaltung der Parkanlagen in Wien XIV., Hadikgasse, hat sich M. ein bleibendes Denkmal geschaffen. 1825 Frh.

L.: Gotha, Frh., 1848; Wurzbach; E. Hendrich, Beitrr. zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Ortschaften des 15. Wr. Gemeindebez. von 1680–1819, phil. Diss. Wien, 1957; Rudolfsheim und Fünfhaus, hrsg. von E. Weyrich, 1922; Topographie von N.Ö., Bd. 8, 1877, S. 92 ff.; G. Kapner, Freiplastik in Wien, 1970; Allg. Verw. A., Wien.
(Stekl)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 25, 1972), S. 424
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