Maier, Franz (1851-1928), Volkssänger

Maier Franz, Volkssänger. * Tulln (N.Ö.), 1. 9. 1851; † Wien, 21. 10. 1928. Sohn eines Kürschnermeisters; Sängerknabe im Benediktinerstift Göttweig, wurde er wegen Talentlosigkeit entlassen und Steindruckerlehrling. Als 15jähriger trat er bei dem Volkssänger Kampf (s. d.) erfolglos in einer Posse auf, als 25jähriger nahm ihn der Volkssänger Reder gegen eine Tagesgage von 2 fl in seine Ges. auf und schrieb für ihn die Soloszene „Mir geht’s schlecht“, die 40 Jahre zu M.s Repertoire gehörte und ihm den Beinamen „Mir geht’s schlecht-Maier“ eintrug. Mit dem Volkssänger Krischke bildete er eine durch 20 Jahre bestehende Volkssängerges., der namhafte Sänger, wie Guschelbauer (s. d.), Kutzel, Pignatelli und Koblassa, angehörten. M.war mit der Sängerin Mina Walter, mit der er viele Jahre gem. auftrat, verheiratet.

L.: N. Wr. Tagbl. vom 5. 12. 1925; Illustriertes Wr. Extrabl. vom 23. 10. 1928; J.Koller, Das Wr. Volkssängertum in alter und neuer Zeit, 1931, S. 103, 137 ff., 176.
(Pemmer)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 25, 1972), S. 423
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