Mayer, Giovanni (1863-1943), Bildhauer

Mayer Giovanni, Bildhauer. * Triest, 3. 12. 1863; † Triest, 13. 9. 1943. Stammte aus einer Arbeiterfamilie und wurde früh Steinmetz; er besuchte die öff. Zeichenschule und begann mit 20 Jahren an der Mailänder Akad. zu stud., arbeitete dann im Atelier des klassizist. Bildhauers Barzaghi und anschließend bei A. Malfatti; schließlich eröffnete er ein eigenes Atelier. 1900 kehrte er nach Triest zurück. Der schlichte Realismus seiner frühen Werke entwickelte sich zu einem idealist. Naturalismus weiter, nach 1918 machte sich eine modernere Form von einfacher Zeichnung bei ihm geltend. M. führte Grabmäler, Statuen, dekorative Plastiken, Büsten und Medaillen aus. Seine größte Arbeit sind die beiden Statuen für den Faro della Vittoria (Leuchtturm) von Triest. M. nahm mit Erfolg an in- und ausländ. Ausst. teil, u. a. an der Biennale in Venedig 1895, 1903, 1910, 1922, 1924, 1940. Einige seiner Werke befinden sich in Triestiner Museen und in der Galleria nazionale d’arte moderna in Rom.

W.: Büsten Triestiner Persönlichkeiten, Giardino pubblico, Triest; Grabmäler, Triest, Fiume, Lussino; Statuen, Faro della Vittoria, Triest; etc. Medaillen: G. Carducci, 1906; 50 Jahrfeier des Triestiner Piccolo; etc.
L.: L’Indipendente vom 1. 11. 1905 und 24. 4. 1908; Il Piccolo della sera vom 13. 3. 1936; Le ultime notizie vom 16. 9. 1943; La porta orientale, 1932, Jännerh.; La Panarie, 1933, Julih.; S. Sibilia, Pittori e scultori di Trieste 2, 1922; Thieme–Becker; L. Lorenzutti, Granellini di sabbia . . ., 1907; C. Wostry, Storia del Circolo artistico, 1934; F. Firmiani–S. Molesi, La Galleria d’arte moderna del Civico museo Revoltella, 1970; A. Tamaro, Storia di Trieste, 1924.
(Froglia)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 25, 1972), S. 425
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