Mayr, Johann Alexius (1778-1821), Schriftsteller

Mayr Johann Alexius, Schriftsteller. * Innsbruck, 10. 5. 1778; † Rattenberg (Tirol), 18. 11. 1821. Sohn eines Schneiders; stud. Theol. und wirkte nach der Priesterweihe in den Diözesen Brixen und Salzburg als Seelsorger. M. schrieb in der Art Blumauers Parodien und Zeitsatiren, in denen er gegen die Heuchelei und Bedrückung des niederen Volkes wetterte. Seine vielen derb-kom. Gedichte fanden nur lokale Verbreitung, da sie fast ausschließlich in Hss. (zahlreiche Abschriften im Tiroler Landesmus. Ferdinandeum, Innsbruck) kursierten. Zu seinen besseren Leistungen gehören der „Konkurs“, „Antonius Abbas“ und die Nänie auf seinen treuen Hund Saladin.

W.: Prolog zum Genovevaspiel in Seefeld, 1816, Manuskript, Stift Stams, Tirol.
L.: Giebisch–Gugitz; Kosch; M. Enzinger, Die dt. Tiroler Literatur, 1929, S. 48.
(Weiß)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 25, 1972), S. 430
<=  S. 1 =>
<=  S. 1 =>