Mayr, Karl; Ps. Mayr-Graz (1850-1929), Maler

Mayr Karl, Ps. Mayr-Graz, Maler. * Radkersburg (Stmk.), 9. 5. 1850; † Murnau (Bayern), 24. 8. 1929. Sohn des Grazer Statthaltereirates Karl M., der auch als Maler und Kunstsammler großes Ansehen genoß. In Graz erhielt er nach Absolv. der Realschule bei Passini Zeichenunterricht, dann stud. er in Nürnberg bei Rapp. 1870–78 an der Münchner Akad. der bildenden Künste als Schüler von Dietz. Wesentliche Anregungen empfing er auch von dem mit ihm befreundeten Leibl. Ab 1878 arbeitete er in München im eigenen Atelier. Nach der Jahrhundertwende zog sich M., der noch ganz dem maler. Realismus verhaftet war und den Anschluß an die neuen, revolutionären Kunstströmungen seiner Zeit nicht suchte, ins Privatleben zurück und übersiedelte nach Murnau.

W.: Napoleon. Off., Öl, Liebhaber, Öl auf Holz, Mädchenbildnis, Skizze, Öl auf Holz, Landschaft mit Figuren, Öl auf Holz, verschiedene Zeichnungen, alle Neue Galerie, Graz.
L.: Münchner Ztg. vom 26. 8. 1929 und 3. 3. 1930; Münchner Neueste Nachrichten vom 11. 3., Tagespost (Graz) vom 28. 8. 1930; Kunst und Künstler 7, 1908/09, S. 278, 12, 1913/14, S. 570, 21, 1922/23, S. 184; Münchner Jb. der bildenden Kunst, 1913, S. 307; Kunstchronik, N. F. 26, 1915, S. 552; Die Kunst 33, 1915/16, S. 132, 61, 1929/30, Beibl., April-Η., S. 12, Okt.-H., S. 12 f., Dez.-H., S. 20; Z. für bildende Künst 64, 1930, Kunstchronik, S. 7; Wastler; Thieme–Becker; H. Riehl, Die bildenden Künste in der Stmk., in: Stmk. Land, Leute, Leistung, 1956; W. Suida, Die Landesbildergalerie in Graz, 1923, S. 223; F. v. Boetticher. Malerwerke des 19. Jh., Bd. 2/1, 1898; J. Maillinger, Bilder-Chronik der kgl. Haupt- und Residenzstadt München, 1876; Die Österr.-ung. Monarchie in Wort und Bild, Bd. Stmk., 1890.
(Gsodam)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 25, 1972), S. 434
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