Maixner, Emerich (1847-1920), Internist

Maixner Emerich, Internist. * Nischburg (Nižbor, Böhmen), 5. 11. 1847; † Prag, 27. 4. 1920. Stud. an der Univ. Prag Med., 1871 Dr. med., 1876 Ass. an der med. Klinik bei Eiselt (s. d.), 1879 Priv.Doz. Nach der Teilung der Univ. 1883 trat er zur tschech. Fak. über, 1883 ao. Prof., 1885 Vorstand der propädeut. Klinik, 1888 o. Prof. Ab 1902 leitete er die I. interne Klinik, wo er bald eine eigene med. Schule gründete. Seine Facharbeiten umfassen alle Gebiete der inneren Krankheiten. Eine von M. beschriebene Form der Leberzirrhose mit Milz- und Lebervergrößerung, mit frühzeitigen Magen-Darmblutungen, jedoch ohne Ascites wurde in der dt. Literatur „Morbus Maixneri“ genannt. Besondere Verdienste erwarb er sich um die Heilung der Tuberkulose. Als Vizepräs. des Zentralver. gegen Tuberkulose in Österr. gab er den Anstoß zur Errichtung der ersten Beratungsstelle in Böhmen (1905) und gründete gleichzeitig in der ehemaligen Villa E. Alberts (s. d.) in Senftenberg das Sanatorium „Albertinum“ für tuberkulöse Kinder sowie das Sanatorium in Plöß für kranke Erwachsene. Ab 1909 war er o. Mitgl. des obersten Sanitätsrates, während des Ersten Weltkrieges Oberstabsarzt des dt. Roten Kreuzes.

W.: Příruční kniha specielní pathologie a therapie nemocí vnitřních (Hdb. der speziellen Pathol. und Therapie der inneren Krankheiten), 4 Bde., 1888–97; Nemoci srdce a cevstva (Die Herz- und Gefäßkrankheiten), 1912; etc. Zahlreiche Abhh. in Prager Vierteljahrs. für prakt. Med., Z. für Klin. Med., Jahresberr. der med. Klinik, Časopis lékařů českých und Sborník lékařký. Red.: Časopis lékařů českých, 1878–98; med. Artikel in Ottos Konversationslex.
L.: Časopis lékařů českých 46, 1907, S. 1223 ff., 1282 ff., 76, 1947, S. 1415 ff.; M. Navrátil, Almanach českých lékařů (Almanach tschech. Ärzte), 1913; Fischer; Masaryk; Otto 16, 28, Erg.-Bd. III/2; Příruční slovník naučný.
(V. Zapletal)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 26, 1973), S. 23
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