Majunke, Gedeon (1854-1922), Architekt

Majunke Gedeon, Architekt. * Georgenberg (Spišská Sobota, Slowakei), 9. 5. 1854; † ebenda, 23. 4. 1922. Nach Absolv. der Polytechn. Hochschule und der Univ. in Wien stud. er an der Akad. der bildenden Künste in Wien, die er 1881 (k. Ehrenpreis I. Klasse) beendete. 1882 entwarf und baute er für Gf. E. Andrássy das Kastell in Betliar (Slowakei). Ab 1883 entwarf er fast alle wichtigeren Kurhäuser, Sommerwohnungen und Villen in der Hohen Tatra, die durch seinen eigenen Stil gekennzeichnet sind. Als Anerkennung seiner Verdienste um den Fremdenverkehr in der Tatra trägt ein Turm in der Hohen Tatra seinen Namen. M. war auch in der Ökonomie und Verwaltung tätig.

W.: 7 Villen, Kurhaus, Restaurant, Pension, Kirche, Unterschmeks, 1882–89; mehrere Gebäude am Tschirmer See; Kirchen in Tatralomnitz und Altschmeks; Téry-Gebirgshütte (2015 m); Generalplan zum Ausbau von Tatralomnitz; Straße am Fuß der Hohen Tatra; etc.
L.: Turisták Lapja, 1921; M. Életr. Lex.; R. Roubal, Vysoké a Belanské Tatry (Die Hohe und die Belaer Tatra), 1963, S. 238; Staatsarchiv, Leutschau.
(J. Chalupecký)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 26, 1973), S. 29
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