Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung
Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950


Mallinger, Mathilde; eigentl. Lichtenegger, verehel. Düringsfeld (1847-1920), Sängerin

Mallinger Mathilde, recte Lichtenegger, Sängerin. * Agram, 17. 2. 1847; † Berlin, 19. 4. 1920.  Tochter eines Musikprof.; erhielt ab 1863 am Prager Konservatorium bei Gordigiani und Vogl und ab 1866 in Wien bei Lewy Gesangsunterricht. Noch im Oktober 1866 wurde sie an das Münchner Hoftheater engagiert, wo sie mit großem Erfolg als Norma debut. Im Herbst 1869 folgte sie einem Ruf an die kgl. Oper Berlin, wo sie bis 1882 wirkte. Ein wunderschöner, musikal. glänzend geschulter und techn. perfekt durchgebildeter Sopran und ein bedeutendes schauspieler. Talent machten sie zu einer der hervorragendsten dramat. Sängerinnen ihrer Zeit, die ihre größten Triumphe als Wagnersängerin feierte. Bei der Uraufführung der „Meistersinger“ in München kreierte sie die Eva. Darüber hinaus war M. aber eine überaus vielseitige Sängerin, die außer hochdramat. Rollen auch rein lyr. und burlesk-kom. Partien in ihrem Repertoire hatte. Nach ihrer Verehelichung mit dem Schauspieler und Theaterdir. Düringsfeld (Baron Otto Schimmelpenning v. d. Oye) 1882, trat sie nur noch in Konzerten auf, um ab 1890 am Prager Konservatorium, ab 1895 am Eichelbergschen Konservatorium in Berlin als Gesangslehrerin zu wirken. Neben ihrer Mitwirkung an den Bayreuther Festspielen sind auch noch zahlreiche Gastspielreisen zu erwähnen; kgl. preuß. Kammersängerin.

PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 26, 1973), S. 38f.
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