Manojlović, Svetozar; Ps. Svetomanos (1848-1909), Offizier und Dichter

Manojlović Svetozar, Ps. Svetomanos, Offizier und Dichter. * Dolovo (Banat), 18. 7. 1848; † ebenda, 10. 6. 1909. Sohn eines Kaufmannes; trat 1863 als Gemeiner beim serb. Banater Grenz-IR 14 ein, 1872–79 Lehrer an der Kadettenschule in Temesvar, 1879–87 Lehrer an der Militär-Unterrealschule in Eisenstadt; 1887–1901 als Rtm. bei der k. u. Garde in Wien, 1901 als Mjr. ad honores i. R. M. schrieb Gedichte in dt. und serb. Sprache und behandelte darin oft dieselben Motive. Diese inhaltlich und formell zeitbedingte Lyrik ist heute in Vergessenheit geraten. Besondere Verdienste erwarb er sich aber als Übers. südslaw. Lyrik. Er war Mitarbeiter österr. und serb. Z. wie „Österreich und Ungarn“, „Armee- und Marine-Zeitung“, „Stražilovo“, „Javor“ (Ahorn), „Brankovo kolo“ (Brankos Kolo), „Nova iskra“ (Neuer Funke), „Bosanska vila“ (Bosn. Fee) etc. Vielfach geehrt und ausgezeichnet.

W.: Schwertlilien (Gesänge), 1892, 3. Aufl. 1896; Guszla und Leier (Lieder), 1898; Šaroperke (Bunte Lieder), 1907; Der Liebeswunsch der Serbenmaid (mit Noten), 1908. Übers.: Serb. Frauenlieder, 1882, 2. Aufl.: Serb. Dichtungen, 1885, 3. Aufl.: Serb.-croat. Dichtungen, 1888.
L.: N. Fr. Pr. vom 29. 7. 1909; Zbornik Matice srpske, serija društvenih nauka 13–14, 1956; Brümmer; Giebisch–Gugitz; Nar. Enc.
(St. K. Kostić)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 26, 1973), S. 59f.
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