Mantler, Heinrich (1861-1937), Journalist

Mantler Heinrich, Journalist. * Wien, 26. 9. 1861; † Berlin, 29. 11. 1937. Sohn eines Kanzleidieners; begann nach Stud. an der Univ. Wien (1887 Dr. jur.) seine publizist. Laufbahn beim „Fremden-Blatt“ als Mitred. für auswärtige Politik und wurde von dort – angeblich auf Wunsch Bismarcks – wegen seiner journalist. Fähigkeiten und wegen seiner Sprachkenntnisse an Wolffs Telegraph. Büro (ab 1874 Continental-Telegraphen-Companie AG Berlin, WTB) berufen. 1889 Pariser Korrespondent, übernahm er 1890 eine leitende Stellung in der Berliner Zentrale, wo er, später als Dir., seine organisator. Fähigkeiten unter Beweis stellte. Seine Hauptaufgabenbereiche waren der Verkehr mit den dt. Behörden – besonders mit dem Auswärtigen Amt – und die Beziehungen zu den ausländ. Nachrichtenbüros. Nach dem Ersten Weltkrieg gelang es ihm, die Auslandsbeziehungen des WTB neu aufzubauen. 1929 i. R.

L.: N. Fr. Pr. vom 10. 4. 1914, 29. und 3. 11. 1937; N. Wr. Tagbl. vom 29. 11., Dt. Allg. Ztg. vom 30. 11. 1937; Eisenberg, 1889–91; Kürschner, 1891–1903; Wer ist’s? 1905–35 (1905–06 irrtümlich als Mautler); UA Wien.
(E. Lebensaft)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 26, 1973), S. 62
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