Marienburg, Georg Friedrich (1820-1881), Lokalhistoriker und evangelischer Seelsorger

Marienburg Georg Friedrich, Lokalhistoriker und Seelsorger. * Mühlbach (Sebeş, Siebenbürgen), 11. 6. 1820; † Nadesch (Nadeş, Siebenbürgen), 23. 11. 1881. Stud. 1839–41 in Berlin evang. Theol. AB und war dann als Lehrer und Pfarrer in Mühlbach, Schäßburg und Nadesch tätig. M. verfaßte zahlreiche hist. Arbeiten und wurde auch als Dichter geschätzt. Einige seiner Lieder sind im 2. H. des „Liederbuchs der Siebenbürger Deutschen“ enthalten.

W.: Über das Verhältnis der siebenbürg.-sächs. Sprache zu den niedersächs. und rhein. Dialekten, in: Archiv des Ver. für Siebenbürg. Landeskde., Bd. 1, 1843; Über die siebenbürg.-sächs. Familiennamen, ebenda, NF, Bd. 2, 1857; Zur Berichtigung einiger alturkundlichen siebenbürg. Ortsbestimmungen, ebenda, NF, Bd. 5, 1862, Bd. 9, 1870, Bd. 14, 1878; etc. Die magyar. Bestandteile in der rumän. Sprache, Manuskript, Staatsarchiv, Hermannstadt.
L.: Siebenbürg.-Dt. Tagebl., 1881, n. 2415; Archiv des Ver. für Siebenbürg. Landeskde., NF, Bd. 19, H. 3, 1884, S. 5 ff.; Szinnyei; Trausch; ADB; K. K. Klein, Literaturgeschichte des Deutschtumes im Ausland, 1939, S. 241.
(C. Göllner)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 26, 1973), S. 91
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