Marschner, Robert Anton (1865-1934), Jurist

Marschner Robert Anton, Jurist. * Prag, 4. 7. 1865; † Schluckenau (Šluknov, Böhmen), 8. 9. 1934. Sohn des Vorigen, Bruder des Musikers und Musiktheoretikers Franz L. M. (s. d.); stud. an der Univ. Prag Jus, 1889 Dr.jur., 1898 Advokatenprüfung, 1894 Rechtskonzipient, 1900 Sekretär, 1909–19 leitender Dir. der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für Böhmen. 1903 Habil. an der Dt. Techn. Hochschule Prag, 1919 an der Dt. Univ. Prag für Versicherungsrecht, Organisator und Leiter der Kriegsbeschädigten-Fürsorge in Böhmen. Rat des obersten Verwaltungsgerichts in Prag, 1917 Regierungsrat. M. verfaßte zahlreiche sozialpolit. und versicherungswiss. Werke und Schriften.

W.: Die Unfallversicherung in Österr., in: Smlg. gemeinnütziger Vorträge 213, 1896; Die rechtlichen Beziehungen der Dienstgeber und Dienstnehmer zu den Landesstellen des Pensionsversicherungsgesetzes, 1908; Bauet Kleinwohnungen mit staatlichen Kredithilfen, in: Smlg. gemeinnütziger Vorträge 398–99, 1911; Die Stellung des Unfallversicherungsgesetzes zum privaten Schadenersatzrecht, 1915; zahlreiche Abhh. in Fachz. Hrsg.: Die Schiedsgerichte auf dem Gebiet der Arbeiter-Versicherung, 1903; Die Arbeiterversicherung in Ungarn, 1904; Die Gesetze und Verordnungen der tschechoslowak. Republik betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter, in: Prager Archiv für Gesetzgebung und Rechtsprechung, 1919; etc.
L.: Rumburger Ztg. und Sudetendt. Tages-Ztg. vom 11. 9. 1934; F. Jaksch, Lex. Sudetendt. Schriftsteller, 1929; Kürschner, Gel. Kal, 1925–35; Wer ist’s? 1914–35; F. Stark, Die k. k. Dt. Techn. Hochschule in Prag 1806–1906 (Festschrift zur Hundertjahrfeier) 1906, S. 391.
(E. Marschner)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 27, 1974), S. 111
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