Martiny von Malastów, Hugo (1860-1940), Feldmarschalleutnant

Martiny von Malastów Hugo, General. * Krainburg (Kranj, Oberkrain), 13. 2. 1860; † Graz, 30. 11. 1940. Absolv. 1876–79 die Theres. Milit.Akad., aus der er als Lt. zum IR 53 ausgemustert wurde. Nach Besuch der Kriegsschule 1884–86 kam M. 1887 als dem Gen.Stab zugeteilter Oblt. zunächst zur 53. Inf.Brig. nach Kaschau, dann 1889 zum 6. Korpskmdo. in Kaschau, wo er als Konzipient in der Mobilisierungsabt. tätig war. 1890 Hptm. im Gen.Stab, war M. 1891 bei Mappierungsarbeiten in Siebenbürgen eingeteilt; nach verschiedenen Gen.Stabsverwendungen 1899 wieder zur Truppe versetzt, kam M. als Baon.Kmdt. im IR 2 nach Hermannstadt, 1902 Obst., 1903 wurde er zum IR 48 transferiert, dessen Kmdo. er 1904 übernahm. 1908 folgte seine Ernennung zum Kmdt. der 62. Inf.Brig. in Budapest, 1909 GM, 1912 übernahm M. das Kmdo. der 14. Inf.Truppendiv. in Preßburg (1912 FML), mit welcher er im August 1914 an die russ. Front rückte. Er nahm an der Schlacht bei Krasnik, dann an den Kämpfen in Russ.-Polen und in den Karpaten teil. Ab März 1915 kommandierte M. das 10. Korps, mit dem er an der Durchbruchsschlacht bei Gorlice (Gefecht bei Malastów) entscheidenden Anteil hatte, 1915 Gen. der Inf. Von Juni bis August 1916 wirkte M. als Militärkmdt. von Graz, 1916/17 war er Gen.Inspektor der Militär-Erziehungs- und Bildungsanstalten. Im August 1917 übernahm er dann mit dem Kmdo. des 14. Korps in Südtirol wieder ein Frontkmdo., ab 30. 1. 1918 führte M., der am 1. 5. 1918 zum Gen. Obst. vorrückte, das 3. Korps (bei Asiago), mit dem er am 3. 11. 1918 in italien. Kriegsgefangenschaft geriet. 1917 nob., 1919 i. R.

L.: Militär. Presse mit Vedette (Beilage zum Fremden-Bl.) vom 17. 7. 1909; Pester Lloyd vom 2. 2. 1941; Svoboda, Bd. 2, S. 716, Bd. 3, S. 85; Der oberste Kriegsherr und sein Stab, hrsg. von A. Duschnitz und S. F. Hoffmann, 1908, Infanterie, S. 109; A. Veltzé, Unsere Heerführer, F. 2, in: Donauland-Bücherei, Bd. 3, 1918, S. 50 ff.; Österr.- Ungarns letzter Krieg 1914–1918, 7 Bde., 1930–38, s. Reg.; KA Wien.
(R. Egger)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 27, 1974), S. 118
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