Marussig, Anton (1868-1925), Maler

Marussig Anton, Maler. * Graz, 20. 11. 1868; † Graz, 2. 11. 1925. Sohn eines Magistratsbeamten; erhielt seinen ersten Zeichenunterricht an der landschaftlichen Zeichenakad. in Graz. 1890–97 stud. er an der Münchner Akad. der bildenden Künste bei Hackl, Lindenschmidt und Liezen-Mayer (s. d.). 1897 kehrte er nach Graz zurück. M. war Mitgl. der Genossenschaft bildender Künstler Stmk. Er stellte außer in Graz auch im Wr. Künstlerhaus, im Österr. Künstlerbund, im Münchner Kunstver., im Rudolfinum Prag und in London aus. 1904 erhielt M. den Staatspreis für steir. Künstler, 1906 die Silberne Medaille der Stadt Graz und 1912 die Goldene Staatsmedaille. M. war in Graz als Lehrer an der Landeskunstschule und an der Techn. Hochschule beschäftigt. Im Ersten Weltkrieg war er als Kriegsmaler tätig.

W.: 2 Bilder, Aula, Montanist. Hochschule Leoben; Industriebilder, Sitzungssaal der Graz–Köflach Bahn- und Bergbauges.; Oberwölzer Typen, Motiv aus Rein, Selbstbildnis, Porträt F. v. Hauseggers, alle Öl auf Leinwand, Aquarelle und Zeichnungen, alle Neue Galerie, Graz.
L.: Tagespost (Graz) vom 3. und 17. 11. 1925; Neue Illustrierte Wochenschau vom 30. 11. 1958; The Studio, Bd. 49, 1910, S. 157; Kunsthist. Stud. des Christlichen Kunstver. der Diözese Seckau, 1907, S. 138; Th. Frimmel, Stud. und Skizzen zur Gemäldekde. 3, 1917, S. 21; Bénézit; Thieme–Becker; W. Suida Die Landesbildergalerie in Graz, 1923; Katalog der M.-Gedächtnisausst., Graz, 1926.
(G. Gsodam)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 27, 1974), S. 120
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