Maschke, Hans (1853-1900), Lyriker

Maschke Hans, Lyriker. * Freudenthal (Bruntál, österr. Schlesien), 13. 2. 1853; † Linz-St. Magdalena, 13. 7. 1900. Sohn eines Bäckermeisters; besuchte das Gymn. in Troppau und war dann als Erzieher, vor allem in Adelsfamilien (Hoyos, Steiger u. a.) tätig. Nebenberuflich widmete sich M. der Volkskde. und dem Heimatschrifttum. Er war seinem angestammten Lebenskreis sehr verbunden und schrieb vor allem Mundartdichtungen; auch seine hochdt. Verse sind dem Lob der Heimat gewidmet. M. bewahrte in seinen Dichtungen, die auch soziale Elemente enthalten, wesentliche Züge der österr.-schles. Volkseigenart, besonders auch hinsichtlich Lebensart und Brauchtum.

W.: Aus Österr.-Schlesien. Gedichte in schles. Mundart, 1881, 2. Aufl. 1904; Die Heiderose. Ein Sang aus den Sudeten, o. J.
L.: Giebisch–Gugitz; Giebisch–Pichler–Vancsa; J. W. König, Das Schrifttum des Ostsudetenlandes, 1964; Maderno; Nagl–Zeidler–Castle, Bd. 2, S. 658, Bd. 4, S. 1381; Grapp und Arbesn, hrsg. von E. Weiser, 1931, S. 220.
(V. Hanus)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 27, 1974), S. 126
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