Mašek, Gašpar (1794-1873), Komponist und Musikpädagoge

Mašek Gašpar, Komponist und Musikpädagoge. * Prag, 6. 1. 1794; † Laibach, 13. 5. 1873. Sohn des Musikers und Komponisten Vincenz M. (s. d.), Vater des Folgenden, Neffe des Musikers und Komponisten Pavel L. M. (s. d.); erhielt den ersten Musikunterricht bei seinem Vater, dem er ab 1815 bei seinen Obliegenheiten half, dann am Konservatorium in Prag; 1819 wurde M. Kapellmeister am Ständetheater in Graz, 1820 heiratete er die Opernsängerin Amalia Horny und kam als Kapellmeister des Ständ. Theaters nach Laibach. Er organisierte und ergänzte das Orchester, übernahm die Leitung der Konzerte der Philharmon. Ges. und veranlaßte diese, 1821 eine Gesangschule zu eröffnen, die er bis 1826 leitete. 1822 wurde M. Musiklehrer an der öff. Musikschule in Laibach, 1854 i. R. Mit seinem Sohn Kamilo belebte er das Laibacher Musikleben und vermochte das fachliche Niveau beachtlich zu heben.

W.: Die Unbekannten (Oper), uraufgeführt 1839; An der grünen Laibach (Walzer), 1872; Emina (Oper); slowen. und dt. Lieder; Instrumentalkompositionen; 9 Messen; 3 Requiem; 3 Te Deum; 3 Tantum ergo; 5 Offertorien; etc.
L.: Die Musik in Geschichte und Gegenwart; Riemann; SBL; Wurzbach; Enc. Jug.; Nar. Enc.; D. Cvetko, Zgodovina glasbene umetnosti na Slowenskem (Geschichte der Tonkunst in Slowenien), Bd. 2, 1959, S. 22, 125 ff., Bd. 3, 1960, S. 11 ff.
(N. Gspan)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 27, 1974), S. 126
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