Mašek, Kamilo (1831-1859), Komponist und Musikpädagoge

Mašek Kamilo, Komponist und Musikpädagoge. * Laibach, 11. 7. 1831; † Stainz (Stmk.), 29. 5. 1859. Sohn des Vorigen, Großneffe des Musikers und Komponisten Pavel L. M. (s. d.), Enkel des Musikers und Komponisten Vincenz M. (s. d.); erhielt den ersten Musikunterricht bei seinem Vater und trat mit neun Jahren bereits als Sänger und Geiger bei Konzerten auf. Mit 18 Jahren wurde er Mitgl. der Philharmon. Ges. in Laibach. 1850 vervollkommnete M., ein Cousin des Hofopernkapellmeisters H. Proch, seine musikal. Ausbildung in Wien und stud. bei dem Bassisten Staudigl Gesang, bei Titl das Spartieren und die Instrumentation. 1852 wurde M. Musiklehrer bei Gf. Strachwitz in Schebetau (Mähren), 1854 übernahm er als Nachfolger seines Vaters die Stelle an der Musikschule in Laibach. Ab 1857 gab er die Fachz. „Caecilia“ heraus und veröff. darin Beitrr. über Gesangunterricht an den Volksschulen, über das Präludieren, über die Modulation etc. sowie Biographien berühmter Musiker. M., dem Stil nach ein Frühromantiker, dessen Begabung und fachliche Entwicklung durch einen frühen Tod jäh unterbrochen wurden, war ein guter Kenner des musikal. Geschehens seiner Zeit.

W.: An die Sterne, Lied, in: Illyr. Bl., 1845; 2 latein. Messen; slowen. und dt. Meßgesänge; Requiem; Te Deum; Tantum ergo; O Deus, ego amo te! Ouverture zum Melodrama Judith; Divertimento für 2 Violen, 3 Violoncelli und Kontrabaß; etc. Publ.: Musikal. Katechismus . . ., 1858; Venec slovenskih pesem Dr. F. Prešerna (Slowen. Liederkranz des Dr. F. P.), in: Slovenska gerlica, 1859, H. 5–6.
L.: Mitt. des hist. Ver. für Krain, 1861, S. 16, 75 ff.; Die Musik in Geschichte und Gegenwart; Riemann; SBL; Wurzbach; Enc. Jug.; Nar. Enc.; D. Cvetko, Zgodovina glasbene umetnosti na Slovenskem (Geschichte der Tonkunst in Slowenien), Bd. 3, 1960, S, 20 ff.; Archiv der Ges. der Musikfreunde, Wien.
(N. Gspan)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 27, 1974), S. 126f.
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