Matiegka, Wenzel Thomas (1773-1830), Gitarrist und Komponist

Matiegka Wenzel Thomas, Gitarrist und Komponist. * Chotzen (Choceň, Böhmen), 6. 7. 1773 (Taufdatum); † Wien, 19. 1. 1830. Kam 1788 als Sopranist in das Seminar zu Kremsier, stud. dann Jus an der Univ. Prag, daneben auch Musik bei Gelinek (s. d.). Zunächst als Jurist in Chlumetz und ab ca. 1800 in Wien tätig, trat er hier bald erfolgreich als Klavier- und Gitarrelehrer und -virtuose hervor. 1817 wurde er Regenschori von St. Leopold, 1821 auch von St. Joseph in Wien. M. gehörte zu den führenden Vertretern der Wr. Gitarristik in der ersten Hälfte des 19. Jh. Ein Trio für Gitarre, Violine und Bratsche wurde von Schubert 1814 durch Hinzufügung eines Violoncello zum Quartett umgearb.

W.: Musik für Gitarre; Gitarre-Kammermusik; Messen.
L.: Musik im Haus 7, 1928, S. 108 ff.; Die Musik in Geschichte und Gegenwart; Eitner; Frank–Altmann; Riemann; Wurzbach; J. Zuth, S. Molitor und die Wr. Gitarristik, o. J.
(Th. Antonicek)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 27, 1974), S. 143
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