Meinecková, Tylda (Matylda) (1888-1938), Schriftstellerin

Meinecková Tylda (Matylda), Schriftstellerin. * Časlau (Čáslav, Böhmen), 26. 11. 1888; † Prag, 5. 12. 1938. Stud. zuerst an einer Malschule und unterrichtete kurze Zeit Malerei. Nach dem Stud. der modernen Sprachen lehrte sie Dt. und Französ. u. a. an der Gewerbeschule und an der Fortbildungsschule in Prag. In den Ztg. und Z. „Národní politika“ (Nationalpolitik), „Lidové Noviny“ (Volksztg.), „Národní osvobození“ (Nationale Befreiung), „Máj“ (Mai), „Lumír“, „Zlatá Praha“ (Goldenes Prag), „Zvon“ (Die Glocke) u. a. veröff. sie Theaterkritiken und Erzählungen. Ihre Prosawerke aus dem Milieu der Gutsbesitzer und des Bürgertums ist durch Desillusionierung und Pessimismus gekennzeichnet.

W.: Dům u tří srdcí a jiné povídky (Das Haus zu den drei Herzen und andere Erzählungen), 1916; Pouť sedláka Graciána (Die Wallfahrt des Landwirtes Gracian), 1917; Touhy a zrady (Sehnsüchte und Treuebrüche), 1919; Hrdinové a bankrotáři (Helden und Bankrotteure), 1924; Přeháňky (Regenschauer), 1929; etc.
L.: Masaryk; Otto, Erg.Bd. IV/1.
(R. Havel)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 28, 1974), S. 195
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