Meisel, Franz (1853-1939), Finanzwissenschaftler

Meisel Franz, Finanzwissenschafter. * Prag-Smichow, 14. 5. 1853; † Prag, 17. 11. 1939. Eintritt in den Staatsdienst 1875 bei der Finanzprokuratur Prag, 1893 Finanzrat, 1902 Oberfinanzrat, Jänner 1914 i. R. und Hofrat. M. war hauptsächlich Referent für Stiftungs- und Sparkassenangelegenheiten und entfaltete eine reiche literar. Tätigkeit auf dem Gebiete des Finanzwesens und des Finanzprokuratursdienstes.

W.: Unrecht und Zwang im Finanzwesen, in: Finanz-Archiv, 1888; Zur Reform der Finanzstrafprozeßordnung, 1892; Das Strafrecht der Reichsabgabenordnung, sein Prinzip und seine Technik, 1920; Brit. und dt. Einkommensteuer, ihre Moral und Technik, 1925; Geschichte der dt. Finanzwiss. im 19. Jh., in: Hdb. der Finanzwiss., hrsg. von W. Gerloff und F. M., Bd. 1, 1926; Das Verhältnis von Arbeitseinkommen zu anderen Einkommensquellen aus der Perspektive der tschechoslowak. Steuerstatistik für das Jahr 1927, in: Statistický věstník, 1930; etc. Hrsg.: Hdb. der Finanzwiss., 3 Bde., gem. mit W. Gerloff, 1926–29.
L.: Všehrd 21, 1940, S. 108 f.; F. Jaksch, Lex. sudetendt. Schriftsteller, 1929; Kürschner, Gel. Kal., 1926–35.
(H. Slapnicka–W. Winkelbauer)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 28, 1974), S. 198
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