Melzer, Raimund (1808-1872), Mediziner

Melzer Raimund, Mediziner. * Laibach, 28. 8. 1808; † Laibach, 26. 6. 1872. Sohn des Chirurgen Anton M. (s. d.), Bruder des Schulmannes Karl M. (s. d.); stud. Med. an der Univ. Wien, 1832 Dr. med. 1832–34 hatte er in Laibach eine Privatpraxis, 1834–36 suppl. er an der chirurg. Schule theoret. Med., ab 1836 wirkte er als Hausarzt an der Strafanstalt und am Waisenhaus, dann als Dir. der staatlichen und lokalen Wohltätigkeitsinstitutionen (Zivilspital). Nach 1851 war er Leiter des Krankenhauses in Wien-Wieden, 1871 i. R. M., der zu den Mitbegründern der Slovenska matica gehörte, beschäftigte sich hauptsächlich mit der endem. Lues (Diss.), der typ. Erkrankung der Bewohner des Küstenlandes um Fiume und Innerkrains.

W.: Geschichte der Findlinge in Österr. mit besonderer Rücksicht auf die Verhältnisse in Illyrien, 1846; Gedanken für eine künftige Med., in: Annalen für Physiol. und Med., 1849; etc. Übers. med. Fachbücher aus dem Engl.
L.: Laibacher Tagbl. vom 1. 7. 1872; SBL; Wurzbach.
(N. Gspan)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 28, 1974), S. 217
<=  S. 1 =>
<=  S. 1 =>