Merkle, Meinrad; eigentl. Maurus Amandus (1781-1845), Schulmann

Merkle Meinrad (eigentlich Maurus Amandus), Schulmann. * Wiblingen (Württemberg), 12. 1. 1781; † Feldkirch (Vorarlberg), 28. 10. 1845. Nach Stud. im Stift Wiblingen trat M. 1804 in das Zisterzienserkloster Mehrerau ein, wo er Poesie unterrichtete. Nach Aufhebung des Klosters qualifizierte er sich 1810 in Kempten als Gymnasiallehrer und kam an das Gymn. in Feldkirch, wo er ab 1812 als Rektor wirkte. Bleibende Verdienste erwarb sich M. um den Ausbau des Feldkircher Gymn. Als Historiker gab er aus dem Nachlaß seines ehemaligen Schülers Weizenegger die erste hist. topograph. Beschreibung Vorarlbergs heraus.

W.: Hannibal, Gf. v. Hohenems, in: Neue Z. des Ferdinandeums 1, 1835; Vorarlberg aus den Papieren des . . . F. J. Weizenegger bearb., 3 Bde., 1839.
L.: Jb. des Vorarlberger Landesmus. Ver. 41, 1902/03, S. 83 f.; Montfort 1, 1946, S. 238 f.; Kosch, Das kath. Deutschland.
(K. H. Burmeister)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 28, 1974), S. 232
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