Mersi, Andreas von (1779-1861), Jurist

Mersi Andreas von, Jurist. * Innsbruck, 20. 12. 1779; † Brixlegg (Tirol), 16. 4. 1861. Erhielt 1799 die Stelle eines Supplenten für Elementarmathematik und Physik an der philosoph. Fak. der Univ. Innsbruck, wurde 1800 definitiv angestellt, trat aber 1806 an die jurid. Fak. über und lehrte an dieser mit Ausnahme der Jahre 1810–16 (während welcher er als Gymnasialprof. in Innsbruck und in Neuburg a. d. Donau, Bayern, wirkte) polit. Wiss. samt Statistik bis 1841, ab 1816 wieder als o. Prof. 1829/30, 1839/40 Rektor. 1819 übernahm er auch das Bücherrevisionsamt. 1814–29 red. er den „Bothen für Tirol und Vorarlberg“ und 1825–34 die von ihm gem. mit Röggel und Pfaundler gegründete Z. des Ferdinandeums „Beiträge zur Geschichte, Statistik, Naturkunde und Kunst von Tirol und Vorarlberg“, die ab 1835 „Neue Zeitschrift des Ferdinandeums für Tirol und Vorarlberg“ hieß. 1809 kämpfte M. mit seinem Vater, Johann Nep. Andreas v. M., Vizekreishptm. von Bruneck, im Tiroler Landsturm bei Spinges gegen die Franzosen. Vom 29. 4.–7. 5. 1809 war er gewählter Hptm. der akadem. Studentenkomp. der Univ. Innsbruck.

W.: Biograph. Skizze des Univ. Prof. J. Stapf, in: Neue Z. des Ferdinandeums für Tirol und Vorarlberg, 1841. Red.: Beitrr. zur Geschichte, Statistik, Naturkde. und Kunst von Tirol und Vorarlberg, 1825–34.
L.: Bothe für Tirol und Vorarlberg vom 20. 4. 1861; Tiroler Anzeiger vom 2. 4. 1932; R. Granichstaedten-Czerva, A. Hofers alte Garde, 1932, S. 49; Kosch, Das kath. Deutschland; ADB; J. Hirn, Tirols Erhebung im Jahre 1809, 1909, S. 81; R. Heuberger, Akadem. Legionen der Innsbrucker Univ., in: Die Univ. Innsbruck. Aus Geschichte und Gegenwart, 1928, S. 62 f.; P. V. Gasser, Erstes biograph. literar. Schriftsteller-Lex. von Tirol, Manuskript, Tiroler Landesmus. Ferdinandeum, Innsbruck.
(O. Gschließer)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 28, 1974), S. 233
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