Mertens, Ludwig von (1826-1909), Schriftsteller

Mertens Ludwig von, Schriftsteller. * Wien, 30. 6. 1826; † Wien, 5. 9. 1909. Bruder des Kommunalpolitikers Heinrich v. M. (s. d.), Cousin des Vorigen; stammte aus altem niederländ. Patriziergeschlecht; verlebte Kindheit und Jugend in Wien und widmete sich nach dem Tod des Vaters in Linz privaten jurid. Stud. 1849–51 war er in der Armee, die er seiner zerrütteten Gesundheit wegen verließ. Er wurde Beamter bei der Postdion. Triest, später in Salzburg und Wien. 1887 als Postkontrollor i. R. Mit seinen schriftsteller. Arbeiten gehörte er dem Kreis der „Iduna“ an und verstand sich getreu ihrem Programm als Bewahrer und Hüter überlieferter Ideale und Kunstauffassungen. M. schrieb Versdichtungen, Prosa und Dramen.

W.: Das belagerte Wien (Reimchronik), 1861; Kg. Ottokar (Drama), 1862; Das Idyll auf dem Kahlenberge (Erzählung), 1864; Falad (Kleine Bilder aus der Zeit der Völkerwanderung), 1886. Ep. Gedichte: Die moderne Ges., 1870; Die vornehme Ges., 1871; Ein dt. Bürgermeister, 1877.
L.: N. Fr. Pr. vom 7. und 19. 9., Wr. Ztg. vom 11. 9. 1909; Brümmer; Giebisch–Gugitz; Giebisch–Pichler–Vancsa; Kosch; Nagl–Zeidler–Castle, Bd. 3, S. 421, 660, Bd. 4, S. 1933; Eisenberg, 1893, Bd. 1; Kosch, Das kath. Deutschland.
(B. Stachel)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 28, 1974), S. 236
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