Mertha, Rudolf (1882-1934), Verwaltungsbeamter

Mertha Rudolf, Verwaltungsbeamter. * Wsetin (Vsetín, Mähren), 2. 6. 1882; † Wien, 22. 7. 1934. Trat nach Absolv. des jurid. Stud. an der Univ. Wien (1901–05, 1906 Dr. jur.) in den Staatsdienst ein. Zunächst als Konzeptbeamter der Statthalterei in Brünn, bzw. in Mähr. Schönberg und Römerstadt, ab 1914 im Handelsmin. in Wien tätig. 1916 wurde er zum Dienst in das Min. Ratspräsidium und 1917 in das neuerrichtete Min. für soziale Fürsorge (1918 Staatsamt für soziale Fürsorge, 1919 Staatsamt für soziale Verwaltung, 1920 Bundesmin. für soziale Verwaltung) überstellt. M. erwarb sich besondere Verdienste auf dem Gebiete der Judikatur der Krankenversicherung der Arbeiter und der Bundesangestellten.

W.: Die gesetzliche Krankenversicherung der Arbeiter und Angestellten Österr., 1926; Die Sozialversicherung in der Landwirtschaft Österr., gem. mit E. Dollfuß, 1929, 2. Aufl. 1931; Die Sozialpolitik als Wirtschaftsregulator, in: Die Reichsversicherung, 1931; Neue Wege zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise, in: Wr. Bank- und Börsenztg., 1931, n. 23–25, 27; etc.
L.: Wr. Ztg. vom 26. 7. 1934; Allg. Verw.A., Wien.
(P. Slezak)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 28, 1974), S. 237
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