Mickl, Johann (1893-1945), Generalmajor

Mickl Johann, General. * Zelting b. Radkersburg (Stmk.), 18. 4. 1893; † Karlobag (Kroatien), 10. 4. 1945 (gefallen). Absolv. die Theres. Milit. Akad., aus der er 1914 als Lt. zum k. k. Landwehr IR 4 (Gebirgsschützenrgt. 1) ausgemustert wurde. Mit diesem kämpfte er 1914/15 an der russ. Front, wo er mehrfach verwundet wurde. 1916 kam M. als Oblt. an die Isonzofront, 1916/17 war er nach einer neuerlichen Verwundung beim Ersatzbaon. seines Rgt. als Instruktionsoff. eingeteilt. Ab August 1917 machte M. als Kmdt. einer Maschinengewehrkomp. die Kämpfe am Tagliamento und den Vormarsch bis an den Piave mit. Im Frühjahr 1918 zum Informationskurs für Kriegsschulaspiranten in Belgrad kommandiert, war M. bei Kriegsende bei der 54. Schützendiv. eingeteilt. 1919 diente er bei der Volkswehr in Kärnten und in der Stmk., im Februar dieses Jahres versuchte er, mit einer Freiwilligenkomp. das von Jugoslawien besetzte Radkersburg zurückzuerobern. In der Folge kämpfte der hochdekorierte Off. wieder in Kärnten, 1920 wurde er in das neuerrichtete österr. Bundesheer übernommen, 1921 rückte er zum Hptm. im Radfahrbaon. 5 vor, in welchem er bis 1935, ab 1928 als Mjr., diente. 1935 wurde M. als Gen.Stabsoff. beim Kmdo. der 3. Div. in St. Pölten eingeteilt, auf welchem Dienstposten er als Obstlt. (1936) bis zu seiner Übernahme in die Dt. Wehrmacht verblieb. 1940 zum Obst., 1943 zum GM und 1944 zum Gen.Lt. vorgerückt, nahm M. als Kommandeur verschiedener Panzerbrig. am Afrikafeldzug teil, 1941 wurde er mit dem Ritterkreuz und 1943 mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Ab 1943 kommandierte er die 392. kroat. Inf.Div.

L.: Die Nachkriegszeit 1918–22, in: Truppendienst-Taschenbücher, Bd. 22, 1973, S. 54 f.; N. v. Preradovich, Österr. als Ritterkreuzträger, in: Feldgrau, Jg. 9, 1961, S. 20 ff.; G. v. Seemen, Die Ritterkreuzträger 1939–45, 1955, S. 28, 182; Darstellungen aus den Nachkriegskämpfen dt. Truppen und Freikorps, Bd. 8: Freiheitskämpfe in Dt.Österr., 1942, S. 98 ff.; W. Keilig, Das Dt. Heer 1939–45, Lfg. 211, o. J., S. 221; KA Wien.
(R. Egger)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 28, 1974), S. 265f.
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