Miksch, Hans (1846-1904), Architekt

Miksch Hans, Architekt. * Reichenberg (Liberec, Böhmen), 24. 6. 1846; † Dresden (Sachsen), Mitte Mai 1904. Sohn des Stadtbaumeisters Johann M. in Reichenberg; begann seine Tätigkeit als Architekt bei der Wr. Bauges. Anfänglich von E. Gf. Zichy gefördert, hatte er ca. ab 1881 gem. mit J. Niedzielski ein selbständiges Planungsbüro. M., dessen Bauten überwiegend dem Historismus angehören, nahm an mehreren Konkurrenzen teil. Bei den Kurkolonnaden in Marienbad brachte er mit neuen Materialien (Glas in Eisenkonstruktion) auch neue Formen.

W.: Verwaltungsgebäude der Sparkasse, 1888–91, Reichenberg; Kurkolonnaden, 1889, Marienbad; Rathaus mit Sparkasse, Neusandez; Saalbau und Eingangstor zum Tiergarten im Prater „Am Schüttel“, 1893, Wien (ca. 1902 abgetragen).
L.: N. Fr. Pr. und N. Wr. Tagbl. vom 19. 5. 1904; Der Architekt 1, 1895, S. 32, 47; Z. für bildende Kunst 24, 1889, S. 197; Thieme–Becker; Eisenberg, 1893, Bd. 1; Kosel; G. E. Pazaurek, Das Nordböhm. Gewerbemus., 1898, S. 12 f., 55; V. Lug, Reichenberg, 1938; Uměl. pam, čech. (Die Kunstdenkmale Böhmens), 1957.
(J. Butzke)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 28, 1974), S. 285
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