Mohn, Ludwig (1797-1857), Zeichner und Radierer

Mohn Ludwig, Zeichner und Radierer. * Halle a. d. Saale (Sachsen), 3. 8. 1797; † Wien, 19. 1. 1857. Sohn des Dresdener Porzellan- und Glasmalers Samuel M. (1761–1815), Bruder des Porzellan- und Glasmalers Gottlob Samuel M. (1789–1825), dem er um 1820 nach Wien folgte. M., der später eine lithograph. Anstalt besaß, schuf Landschaften und Wr. Stadtansichten, anfangs als Radierungen, dann in Lithographien, tw. koloriert.

W.: Eingang des Schlosses Schönbrunn, Federzeichnung, Hist. Mus. der Stadt Wien. Radierungen: Reise nach Mariazell, ca. 1820, Klause b. Mödling, Hafnerberg, Kahlenbergerdorf, alle koloriert; Kirchenplatz Hietzing; Ballspiel in Atzenbrugg, nach M. v. Schwind und F. v. Schober. Lithographien: Leopoldsberg, Tivoli, Gaaden etc., alle koloriert; Obersievering; Schönbrunn; Wien von der Schwarzenberg-Terrasse aus (mit 12 kleinen Ansichten aus der Umgebung Wiens); Lichterfabrik in Liesing.
L.: F. H. Böckh, Wiens lebende Schriftsteller . . ., 1822, S. 80, 268; Thieme–Becker; Bodenstein, S. 128; A. Trost, F. Schuberts Bildnisse, in: Berr. und Mitt. des Alterthums-Ver. zu Wien, Jg. 33, 1898, S. 85 ff., 92; O. E. Deutsch, F. Schubert, sein Leben in Bildern, 1913, S. 5.
(H. Schöny)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 29, 1975), S. 343
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