Montag, Antonie; Ps. Mansfeld (1835-1875), Volkssängerin

Montag Antonie, Ps. Mansfeld, Volkssängerin. * Wien, 15. 3. 1835; † Wien, 22. 10. 1875. Tochter eines Wäscherehepaares vom Thurygrund (Wien IX.); trat anfänglich in den Privatsoireen des Volkssängermäzens Haberlandtner, eines Harz- u. Pechhändlers aus Wien-Matzleinsdorf, mit ihrem angeblichen „Bruder“, dem Komponisten und Coupletdichter F. Mansfeld (1824–69) auf. Ihr öffentliches Debut fand im Schwender-Theater statt. M., eine Meisterin des pikanten Liedes, wurde rasch berühmt und wirkte in den Soireen beim „Dreher“, bei den „Drei Engeln“, beim „Zeisig“ etc. mit. Nach dem Tod Mansfelds nahm J. Sioly seine Stelle ein.

L.: N. Wr. Tagbl. vom 7. 4. 1925; Illustriertes Wr. Extrabl. vom 12. 11. 1926 und 22. 3. 1927; N. Fr. Pr. vom 24. 3. 1927; Volks-Ztg. vom 8. 2. 1931; Kronen-Ztg. vom 22. 10. 1935; Die Presse vom 12. 8. 1967; Kosch, Theaterlex.; J. Koller, Das Wr. Volkssängertum in alter und neuer Zeit, 1931, S. 31, 33 ff., 44 f., 68, 82, 87, 124; R. Holzer, Wr. Volks-Humor, 1943, S. 249.
(H. Pemmer)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 29, 1975), S. 359
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