Moosbrugger, Gebhard (1861-1922), Bildhauer

Moosbrugger Gebhard, Bildhauer. * Schoppernau (Bregenzerwald, Vorarlberg), 13. 12. 1861; † ebenda, 30. 6. 1922. Arbeitete nach der Lehre bei Bildhauer Metz in Gebratshofen als Gehilfe bei J. Beyer in München und D. Trenkwalder in Innsbruck. Ab 1899 war M. als selbständiger Bildhauer tätig. Er schuf fast ausschließlich kirchliche Kunstwerke. Der Brennende Dornbusch an der Kirche in Schoppernau, die Weihnachtskrippen in Schoppernau, Langen b. Bregenz und Schröcken sowie das Kruzifix an der Außenseite der Pfarrkirche in Au (alle in Hartholz geschnitzt) sind seine besten Arbeiten. Er gehört der weitverzweigten Baumeister- und Stukkateurfamilie an, von deren Mitgl. noch folgende hervorzuheben sind: Johann Josef M. (* 4. 8. 1771; † 18. 11. 1861), dieser schuf Stuckdecken, Kanzeln, Altäre etc., u. a. für die Wallfahrtskirche Oberdischingen, die Pfarrkirchen Gersau, Altdorf und Baden, für die Stiftskirche Einsiedeln und das Rathaus in Herisau. Sein Vetter, Josef Simon M. (* Schoppernau, 13. 7. 1774; † ebenda, 15. 8. 1831), war ebenfalls als Stukkateur und Altarbauer tätig. Von seinen Arbeiten sind der Hochaltar und die Orgeltribüne des Westchores der Stiftskirche St. Gallen hervorzuheben. Dessen Sohn, Hieronymus M. (* Schoppernau, 29. 5. 1807; † Wien, 12. 8. 1858), war ab 1852 Stadtmeister in Wien. Von ihm stammen Stuckarbeiten im Haus-, Hof- und Staatsarchiv sowie im Niederösterr. Landhaus.

L.: Jb. des Vorarlberger Landesmus.-Ver., 1965, S. 107 ff. Johann Josef M.: Jb. des Vorarlberger Landesmus.-Ver., 1956, S. 84 ff.; N. Lieb–F. Dieth, Die Vorarlberger Barockbaumeister, 1960, S, 128; Thieme–Becker. Josef Simon M.: N. Lieb–F. Dieth, Die Vorarlberger Barockbaumeister, 1960, S. 129; Thieme–Becker. Hieronymus M.: V. Kleiner, Festrede anläßlich der Denkmalenthüllung in Schoppernau am 16. 8. 1908, 1908; N. Lieb–F. Dieth, Die Vorarlberger Barockbaumeister, 1960, S. 128; J. N. Teutsch, Bregenz, 1908.
(E. Vonbank)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 29, 1975), S. 364
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