Moser, Karl d. J. (1873-1939), Maler und Holzschneider

Moser Karl d. J., Maler und Holzschneider. * Bozen (Südtirol), 27. 1. 1873; † ebenda, 23. 7. 1939. Sohn des Vorigen; lernte zuerst das Handelsfach, stud. dann über Empfehlung Defreggers (s. d.) fünf Jahre an der Akad. der bildenden Künste in München (Herterich und Hackl) und 1906/07 an der Acad. Julien in Paris, mit Sommeraufenthalten in der Bretagne, Reisen nach Korsika, Italien und Deutschland. Unter dem Einfluß Gauguins, der französ. Expressionisten und japan. Holzschnitte machte er ab 1908 zahlreiche Farbholzschnitte von Landschaften und Menschen der Bretagne und später Südtirols in einer vom Jugendstil inspirierten flächigen Darstellung. M. ist einer der bedeutendsten Holzschnittkünstler des 20. Jh., der mit bis zu 18 Platten arbeitete und prachtvolle Farbholzschnitte schuf.

W.: Breton. Mädchen; ca. 62 Landschaften, Tierstücke und Volkstypen aus der Bretagne und Südtirol; etc.
L.: Archivio per l’Alto Adige 8, 1913, S. 381, 9, 1914, S. 89, 91; Der Schlern, Bd. 11, 1930, S. 117 f., Bd. 12, 1931, S. 35, Bd. 20, 1946, S. 347; Südtiroler Heimat, 1964, n. 2; E. Fussenegger, Holzschneider C. M., 1930; Bénézit; Thieme–Becker; Vollmer; C. Glaser, Graphik der Neuzeit, 1923; Mitt. E. Attlmayr, Innsbruck.
(E. Egg)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 30, 1975), S. 388
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