Mück, Alfred (1912-1945), Archäologe

Mück Alfred, Archäologe. * Unterach a. Attersee (OÖ), 15. 8. 1912; † b. Chrzanów (Polen), Jänner 1945 (gefallen). Stud. an der Univ. Wien ab 1933 Urgeschichte; 1937 wurde er vom Urgeschichtlichen Inst. der Univ. Wien mit der Hebung der urgeschichtlichen Funde im Gebiet des Atter- und Mondsees betraut. Im gleichen Jahr wurde er zum Sachwalter für Urgeschichte im Heimathaus Vöcklabruck ernannt, 1938 Kreisbeauftragter für Familienkde. des Bez. Braunau und Gausachbearbeiter für Urgeschichte. 1940 wurde M. mit Ausgrabung, Konservierung und Inventarisierung des urzeitlichen und german. Gräberfeldes auf dem Gelände der heutigen VÖEST in Linz-St. Peter beauftragt, dessen wiss. Bearbeitung er als Diss. vorzulegen beabsichtigte. 1942 wurde er zum Militär eingezogen und fiel in Polen. M. erwarb sich große Verdienste um die Urgeschichtsforschung in OÖ.

W.: Unterach a. Attersee. Geschichte einer Salzkammergut-Sommerfrische, in: Jb. des städt. Mus. Wels, 1937; 56 Abhh. heimatkundlichen und urgeschichtlichen Inhalts in Ztg., u. a. Tagespost (Linz), 1933–44.
L.: Jb. des Oberösterr. Musealver., Jg. 95, 1950, S. 124 ff.
(H. Kerchler)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 30, 1975), S. 404
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