Müller von Thomamühl, Wenzel (1841-1910), Techniker

Müller von Thomamühl Wenzel, Techniker. * Zohsee (Sázava, Böhmen), 28. 11. 1841; † Pola (Pula, Istrien), 31. 12. 1910. Absolv. das Polytechnikum in Wien; trat nach kurzer Volontärstätigkeit in einer Maschinenfabrik in Wien (1864/65) im Mai 1866 als Maschinen-Untermeister in die Kriegsmarine ein und machte die Seeschlacht bei Lissa auf der Panzerfregatte „Ferdinand Max“ mit. Nach einer Levantereise auf der Fregatte „Schwarzenberg“ kam M. 1868 in die Werkstättenleitung der Maschinendion. in Pola, 1869/70 führte er als Maschinening. die Aufsicht über die Maschinen des Seearsenals und leitete verschiedene Reparaturarbeiten an Schiffsmaschinen. 1878–80 beim Seebez.-Kmdo. in Triest eingeteilt, war M. 1880–82 mit der Überwachung des Baues von Schiffsmaschinen in der Lokomotivfabrik in Wr. Neustadt betraut. 1881 Maschinenbau-Obering., 1883–85 arbeitete M. in der Maschinenbaudion. in Pola, ab 1885 als Maschinenbaudir. beim Seearsenal in Pola. 1900 zum Obersten Maschinenbau- (und Betriebs)Ing. ernannt, wirkte er in den folgenden Jahren als Vorstand der II. Abt. des Marinetechn.Komitees. 1904 trat M., der sich große Verdienste um den Bau von Schiffsmaschinen der Kriegsmarine erworben hatte, i. R. 1908 nob.

L.: Fremden-Bl. vom 4. 1. 1911; Sudetenpost (Linz) vom 16. 12. 1973; KA Wien.
(R. Egger)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 30, 1975), S. 432
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