Müller, Hans (1873-1937), Bildhauer

Müller Hans, Bildhauer. * Wien, 10. 1. 1873; † Wien, 3. 3. 1937. Sohn des Bildhauers Franz X. M., Neffe des k. k. Hofbildhauers Johann M. (s. d.), Vater des Malers Ernst M. (1903–45), der auch ein erfolgreicher Karikaturist war; besuchte 1888–90 die Kunstgewerbeschule (Kühne, s. d.) und 1890/91 die Akad. der bildenden Künste in Wien (Hellmer, s. d.). Er arbeitete dann im Atelier Hellmers, 1900–05 in Frankfurt a. Main bei dem Bildhauer F. Hausmann. Ab 1906 wieder in Wien, 1909 Mitgl. der Künstlergenossenschaft, 1911/12 deren Schriftführer. Im Ersten Weltkrieg (Oblt.) war er mit der Anlage von Soldatenfriedhöfen im Osten (Denkmal der 4. Armee, Tarnow, 1916) betraut. Nach dem Krieg arbeitete er an Wohnbauten der Stadt Wien und schuf Porträt- und Grabplastiken.

W.: Grabmal mit Porträt für J. Müller, 1896, St. Odilo, Schurz (Böhmen); Die Familie, 1911; Orpheus, 1913; Gregorius Magnus, 1927, Pfarrkirche Breitenfeld, Wien VIII.; O. Kernstock, Porträtrelief, 1929, Festenburg (Stmk.); L. v. Beethoven, Porträtbüste, I. Seipel-Plakette, Mutter und Kind, alle Hist. Mus. der Stadt Wien.
L.: N. Fr. Pr. vom 13. und 14. 3. 1903; Dorfztg. (Schurz) vom 17. 8. 1912; Bénézit; Thieme–Becker; Kosel; Deutschlands, Österr. und der Schweiz Gelehrte, Künstler und Schriftsteller in Wort und Bild, 3. Ausg. 1911.
(J. Butzke)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 30, 1975), S. 416f.
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