Müller, Richard (1867-1950), Feldmarschalleutnant

Müller Richard, General. * Boléchow, Bez. Stryi (Bolechiv, Galizien), 23. 8. 1867; † Graz, 19. 5. 1950. Vetter des Gen. Rudolf M. (s. d.); wurde nach Absolv. der Techn. Milit. Akad. 1888 als Lt. zum Korpsart. Rgt. 2 ausgemustert. Er frequentierte 1891–93 die Kriegsschule und stieg im Zuge verschiedener Gen. Stabsverwendungen 1896 zum Hptm. und 1904 zum Mjr. im Gen. Stab auf. 1904–10 war M. im Operationsbüro des Gen. Stabes tätig, diente ab 1911 als Gen. Stabschef des III. Korps und zeichnete sich in dieser Verwendung (1911 Obst. im Gen. Stab) bereits 1914 aus. Mit 27. 2. 1915 zum GM vorgerückt und am 27. 3. 1915 zum Kmdt. der 5. Inf. Brig. ernannt, tat sich M. in den Kämpfen bei Kraśnik im Juli 1915 und bei Luzk im September 1915 hervor. Für diese Waffentaten wurde ihm später der Militär-Maria Theresien-Orden zuerkannt. Ab März 1916 war M.s Brig. in Südtirol im Einsatz. M. war kurzfristig ab 19. 2. 1917 Kmdt. der „Gruppe Etschtal“, doch bereits mit 2. 3. 1917 holte ihn FM Conrad v. Hötzendorf (s. d.) zu sich als Gen. Stabschef seiner Heeresgruppe; 1918 FML, 1919 i. R. 1939 erfolgte die Verleihung des Charakters eines Gen. der Pioniere.

L.: Hofmann–Hubka; Österr.-Ungarns letzter Krieg 1914–18, Bd. 2, 1931, Bd. 4, 1933, Bd. 6, 1936, s. Reg.; KA Wien.
(P. Broucek)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 30, 1975), S. 425
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