Münichsdorfer, Friedrich (1828-1874), Montanist

Münichsdorfer Friedrich, Montanist. * Statz (NÖ), 5. 9. 1828; † Hüttenberg (Kärnten), 9. 10. 1874. Sohn eines Gutsverwalters; stud. am Joanneum in Graz Technik und besuchte den Berg- und Hüttenkurs in Leoben. Ab 1852 war M. Berg- und Hüttenadjunkt bei der Radgewerkschaft Comp. Rauscher in Heft und Mosinz, ab 1858 Bergverwalter und ab 1864 Verweser in Heft. Nach der Gründung der Hüttenberger Eisenwerks-Ges. (1869) wurde M. Oberbergverwalter des Hüttenberger Erzberges. Auf M. gehen nicht nur zahlreiche techn. und administrative Änderungen und Verbesserungen im Bereich des Hüttenberger Erzberges (u. a. ausgedehnte Tagförderanlagen), sondern auch die Errichtung der ersten Bessemer-Anlage Kärntens in Heft (1863/1864), der zweiten in Österr. überhaupt, zurück. Von den geolog., mineralog, und montanist. Arbeiten M.s über das Hüttenberger Eisen ist vor allem die „Geschichte des Hüttenberger Erzberges“ zu erwähnen, in der zahlreiche, heute tw. verlorene Originaldokumente verarbeitet wurden. Ab 1859 wirkte M. auch am Naturhist. Mus. in Klagenfurt.

W.: Geschichte des Hüttenberger Erzberges, 1870; Geschichtliche Entwicklung der Roheisen-Produktion in Kärnten, 1873; etc.
L.: Carinthia, Jg. 64, 1874, S. 301 ff.; Z. des Berg- und hüttenmänn. Ver. für Kärnten, Jg. 6, 1874, S. 290 ff.
(F. Ucik)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 30, 1975), S. 435
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