Nawratil, Karl (1866-1917), Forstmann

Nawratil Karl, Forstmann. * Kailowitz b. Troppau (Kajlovec, österr. Schlesien), 6. 5. 1866; † Haid (Bor, Böhmen), 13. 11. 1917. Sohn des Dir. der fürstlich lichnowskyschen Herrschaft; stud. Forstwirtschaft an der Forstakad. in Tharandt (Sachsen). Er begann seine Berufslaufbahn als Forstass. im Dienste des Fürsten Löwenstein-Wertheim in Haid. 1911 Forstrat, 1915 Zentraldir. der gesamten fürstlichen Besitzungen in Böhmen. N. erwies sich als Anhänger der modernen Lehre von der Begründung und Erhaltung der natürlichen Mischbestände an Stelle der künstlichen Monokulturen der Fichte oder Kiefer, ferner von Erhaltung und Hebung der Bodenkraft durch Gründüngung (Lupine) in schlechtwüchsigen Weißkieferbeständen und Umwandlung der reinen Kieferbestände in Mischbestände durch Unterbau und Düngung. Unter seinen Fachgenossen hoch angesehen, war er 12 Jahre Obmann des Komitees der Freien Vereinigung der Waldbesitzer West- und Nordböhmens in Holzverkaufsangelegenheiten und erwarb sich große Verdienste um die befriedigende Geschäftsabwicklung zwischen Holzproduzenten und Holzkäufern.

L.: Centralbl. für das gesamte Forstwesen 44, 1918, S. 46 f.
(A. Kurir)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 31, 1976), S. 47
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