Nida-Rümelin, Wilhelm (1876-1945), Bildhauer und Maler

Nida-Rümelin Wilhelm, Bildhauer und Maler. * Linz, 27. 11. 1876; † München, 14. (29.) 5. 1945 (Selbstmord). Verlor früh beide Eltern und wurde in einem Linzer Kloster erzogen. Nach Bildhauerlehre und Gesellenprüfung ging er 1894 nach München, wo er seine Ausbildung unter Rümann an der dortigen Akad. fortsetzte. N.-R. führte dann Arbeiten in München, Bremen und Essen aus und war 1905–08 Lehrer an der Bildhauerklasse der Kunstgewerbeschule in Kassel. Anschließend lebte er zwei Jahre in Rom. Ab 1910 war er als Bildhauer und Freskant in München ansässig, Ende 1923–41 wirkte er als Prof. an der Kunstgewerbeschule (dann Akad. der bildenden Künste) in Nürnberg, anschließend war er wieder in München tätig. 1942 erhielt er den Linzer Preis für bildende Kunst.

W.: Villa Goldschmid, 1905, dekorative Bildwerke am Stadtsaalbau, beide Essen; Figurengruppe am Theater, 1906, Fassade des Bankhauses Wertheim, 1907, beide Kassel; Fresken an der Markthalle, gem. mit F. H. Gref, 1913, plast. Arbeiten an der Kunsthalle, 1914, beide Stuttgart; plast. Arbeiten am Polizeigebäude, 1917/18, München; Haus Wieland, 1919–23, Ulm; Laboremus, Fresko, Gewerbeschau München, 1923; Deckenfresken, Aussegnungshalle, 1928, Füssen; Rathaus, 1929, Lindau; Porträtplastiken Ohm, 1938, und Wieland; Kriegerdenkmäler für Obermenzing, Ismaning, Füssen etc.; Stehender weiblicher Genius, Grabdenkmal, Stadtmus., Linz; etc.
L.: Oberdonau, Jg. 2, 1942/43, F. 4, S. 28; Die Holz- und Steinbildhauer, 1940, S. 8 f., 58 f.; Bénézit (unter Rümelin); Thieme–Becker (unter Rümelin); Vollmer; J. Baum, Die Stuttgarter Kunst der Gegenwart, 1913, S. 210, 299; ders., Die schwäb. Kunst im 19. und 20. Jh., 1952, S. 159; H. Kreczi, Städt. Kulturarbeit in Linz, 1959, S. 84.
(G. Wacha)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 32, 1976), S. 114
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