Nierhaus, Karl (1844-1914), Fabrikant

Nierhaus Karl, Fabrikant. * Wuppertal-Ronsdorf (Nordrhein-Westfalen), 7. 2. 1844; † Graz, 5. 9. 1914. Kam 1864 in den Betrieb seines Schwagers H. Bleckmann (s. d.) nach Neunkirchen. Nach zweijähriger Tätigkeit übersiedelte er in das Mürzzuschlager Werk seines Schwagers, um in führender Stellung zu wirken. 1876 kaufte er ein Hammerwerk in Mürzzuschlag und machte sich selbständig. Später erwarb oder pachtete er noch Hämmer in Edlach, Spital, Steinhaus, in der Laming und in Bärndorf b. Bruck. Seine Erzeugnisse (1892 betrug die Jahresproduktion 500 000 Stück Werkzeuge) setzte er in der ganzen Monarchie ab. N. bekleidete auch viele öff. Ämter. 1877–99 Gemeinderat in Mürzzuschlag; 1871 gründete er die Freiwillige Feuerwehr, 1890 den Turnver. und die Sektion des Alpenver., die er viele Jahre als Obmann führte. Zur selben Zeit schuf er auch Ortsgruppen des Ver. Südmark und des Dt. Schulver. und war an der Gründung der Bez. Sparkasse beteiligt. Er förderte bereits 1890 tatkräftig den Skilauf und bemühte sich um den Bau der evang. Kirche in Mürzzuschlag.

L.: Großind. Österr., Bd. 2, S. 248.
(Th. Hüttenegger)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 32, 1976), S. 124
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