Nikolowsky, Anton; Ps. Friedrich Ant(h)ony (1855-1916), Schriftsteller

Nikolowsky Anton, Ps. Friedrich Ant(h)ony, Schriftsteller. * Wien, 7. 4. 1855; † Wien, 13. 11. 1916. Sohn eines Kaufmanns; absolv. die Handelsakad. in Wien und wurde dann Beamter. War ab 1893 am Wr. Raimund-Theater unter A. Müller (-Guttenbrunn, s. d.) und 1898 bis etwa 1905, anfangs unter demselben Dir., am K. Jubiläums-Stadttheater (Volksoper) in Wien als Dion. Adjunkt (später Sekretär) tätig. N. schrieb oder bearb., häufig in Gemeinschaftsarbeit mit anderen (z. B. mit K. Lindau, s. d., F. Ziegler etc.), über 60 Volksstücke, Schwänke, Possen und Operettenlibretti, welche meist ungedruckt, doch an vielen Wr. Bühnen mit hohen Aufführungszahlen belegbar sind. Nicht ohne Situationswitz und techn. gut gebaut, wurden sie, tw. von französ. Vorbildern beeinflußt, mit geschäftsmäßiger Routine geschrieben. Sie sind bezeichnend für das Repertoire der Wr. Unterhaltungstheater. Um die Jh.Wende stand N. auf dem Höhepunkt seiner Erfolge.

W.: Der Stabstrompeter; Wien bleibt Wien; Der dumme August; Ein alter Hallodri; Der Hahn im Korb; Ums tägliche Brot; Flotte Geister; Die Arbeit hoch!; Seine kleine Witwe; 100 000 Kronen; Österr., wie es lebt und liebt; Das Café Pascha; Nigerls Reise nach Paris; Außer Rand und Band; Auf, ins Orpheum!; Die drei Engel; Die kleine Prinzessin; Der lustige Witwer; Monte Carlo; Am Gänsehäufel; Wann der Auerhahn balzt; etc.
L.: N. Fr. Pr. vom 18. 11. 1916; Giebisch–Gugitz; Kosch, Theaterlex.; Nagl–Zeidler–Castle, Bd. 3, S. 811; Wer ist’s? 1911–14.
(J. Hüttner)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 32, 1976), S. 131f.
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