Nüchtern, August (1861-1929), Kommunalpolitiker

Nüchtern August, Kommunalpolitiker. * Wien, 8. 9. 1861; † Wien, 13. 5. 1929. Sohn eines Ing.; stud. 1879–83 an der Univ. Wien Jus; trat 1884 in den Dienst der Stadt Wien und übernahm 1885 im Dep. VI das Referat über den Bau der Hauptsammelkanäle beiderseits des Donaukanals. Ab 1900 stand er an der Spitze der Magistratsabt. VIII für Kanalisations- und Wasserrechtsangelegenheiten. N. hatte hauptsächlich die Referate über die Einwölbung des Lainzer-, Ameis-, Halter-, Nessel- und Krottenbaches sowie über den Umbau der ehemaligen Franzensbrücke inne. Er führte Verhh. mit der Austrobelg. Eisenbahnges. und der Eisenbahnges. Wien-Aspang wegen Regelung verschiedener Rechtsverhältnisse entlang des Wr. Neustädter Kanals und der Wr. Verbindungsbahn, welche für den III., X. und XI. Wr. Gemeindebez. von großer Bedeutung waren. Sein Hauptwerk war die Durchführung sämtlicher jurist. und administrativer Agenden des Baues der 2. Hochquellenwasserleitung. N., vielfach geehrt und ausgezeichnet, wurde 1914 Magistratsdir., 1918 i. R.

L.: N. Fr. Pr. vom 18. 12. 1914; RP vom 18. 12. 1914 und 15. 5. 1929; Wr. Ztg. vom 22. 10. 1918; F. Czeike – P. Csendes, Die Geschichte der Magistratsabt. der Stadt Wien 1902–70, Tl. 2, in: Wr. Schriften, H. 34, 1972, S. 98.
(H. Wohlrab)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 32, 1976), S. 176
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